Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2017/18

Übersicht über die Lehrveranstaltungen im Institut für Neues Testament

Zeit Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag
7:30-9:00
9:00-11:00 V Galaterbrief S Neue Jesusforschung S Bilder Jesu
11:00-13:00 V Paulus Amtskirche
13:00-15:00 V Religionsgeschichte PS Einf. Exegese NT SR1 / Rep Examensbegl. SR 3
15:00-17:00 V Religionsgeschichte V Paulus Amtskirche S Mahl des Herrn SR 4/ Ü Bibelkunde NT Camp. HS20

V Religionsgeschichte des frühen Christentums II (Ritus und Ethos)

Die Vorlesung ist in sich verständlich, setzt aber auch frühere Vorlesungen zur Religionsgeschichte des frühen Christentums fort. Hier stehen die ethischen Diskurse und die Ritualwelten (Taufe, Abendmahl, Gottesdienst, Salbungen etc.) der neuen Religion im Mittelpunkt der Betrachtung. Diese werden im durchgehenden Vergleich mit antiken jüdischen und römisch-hellenistischen Phänomenen analysiert. Ein Schwerpunkt liegt auf einer Kontextualisierung in antiken Ritualtheorien.

Di 13:15–14:45, HS 001, ab 10.10.17; Mo 15:15–16:45, HS 001, ab 16.10.17 Prof. Frenschkowski

V Das Vermächtnis des Paulus und die Entstehung der Amtskirche

Die Vorlesung ist auf den historischen und theologischen Ausgang der Paulusgeschichte ausgerichtet: Was ist aus der Botschaft des Paulus geworden? Wie erfolgreich war der Apostel in seiner Zeit wirklich, der gemeinhin sogar als der "Gründer des Christentums bzw. der christlichen Kirche" bezeichnet wird? Welche Umstände prägen die letzte Phase seines Lebens? In Mittelpunkt der Vorlesung stehen die sog. Pastoralbriefe, für deren Interpretation eine neue Perspektive vorgestellt wird, welche die Schreiben einerseits enger mit dem Ende der Missionsgeschichte des Paulus verbindet (Tit, 2Tim), andererseits auch die Anfänge der Entstehung der Amtskirche im 2. Jh. n. Chr. darin reflektiert sieht (1Tim). Darüber hinaus werden auch außerkanonische Schriften der Alten Kirche behandelt (vor allem aus der Acta-Literatur).

Mi 11:15–12:45, HS 001, ab 18.10.17; Di 15:15–16:45, Camp HS 14, ab 17.10.17 Prof. Herzer

V Der Galaterbrief

"In den galatischen Gemeinden aufgetretene Gegner veranlassen Paulus dazu, seine Missionsarbeit polemisch und emotional zu verteidigen und seine Rechtfertigungslehre erstmals umfassend darzustellen. Dabei entfaltet er wesentliche Themen seiner Theologie wie das Verhältnis von Verheißung und Gesetz, Freiheit in Christus, Gerechtigkeit aus dem Glauben, Früchte des Geistes. Da er dabei weithin mit seiner persönlichen Geschichte argumentiert, wird der Brief auch zu einer wichtigen Quelle für die paulinische Biographie. Der Galaterbrief steht heute nicht nur im Fokus der Diskussionen um die paulinische Theologie, sondern auch des christlich-jüdischen und des ökumenischen Gespräches. Die Vorlesung widmet sich neben den einleitungs- und literaturwissenschaftlichen Fragen der Analyse und Auslegung des Galaterbriefs unter historischen und theologischen Aspekten.

Mo 9:15–10:45, HS 001, ab 16.10.17 Dr. Hüneburg

S Neue Jesusforschung

Seminar zu allen Fragen der jüngeren Jesusforschung. Dabei werden auch gendertheoretische, postkoloniale, psychologische, religionssoziologische u.a. Fragestellungen reflektiert.

Di 9:15–10:45, SR 3, ab 10.10.17 Prof. Frenschkowski

S Außertheologische und spekulative Bilder Jesu und des frühen Christentums

Das Seminar sichtet das breite Spektrum der spekulativen und auch der sensationalistischen Theorien zum frühen Christentum, wie sie v.a. in außerkirchlicher, journalistischer, esoterischer etc. Literatur vorgetragen werden. Ziel ist der Erwerb einer Kompetenz in der Beurteilung und eigenständigen kritischen Erforschung solcher Modelle (z. B. Jesus als Revolutionär, Jesus in Indien, Maria Magdalena als Freundin Jesu, Jesus als Vorfahre der Merowingerkönige, Jesus als Essener, Jesus als Schamane usw.).

Mi 9:15–10:45, SR 2, ab 11.10.17 Prof. Frenschkowski

S Das »Mahl des Herrn« in den Überlieferungen des Neuen Testaments, der alten Kirche und in ökumenischer Perspektive

Das "Mahl des Herrn" (1Kor 11,20) gehört zu den ersten rituellen Vollzügen des frühen Christentums, mit denen zentral die Deutung des Todes Jesu verbunden ist. Neben der Taufe gehört das Abendmahl damit zu den beiden Sakramenten, in denen in besonderer Weise christliche Glaubensidentität zum Ausdruck kommt. Dennoch gehört das Abendmahlsverständnis bis heute zu den umstrittenen Themen des ökumenischen Diskurses. Eine gemeinsame Abendmahlsfeier zwischen katholischen und evangelischen Christinnen und Christen ist bis heute nicht möglich. Im Seminar werden die zentralen Texte der Herrenmahls- bzw. Abendmahlstradition behandelt. Ziel ist die Erarbeitung eines Verständnisses für die Ursprungsbedeutung des Abendmahles in der frühen Christenheit als Voraussetzung für die Beurteilung heutiger Probleme mit dem Abendmahl.

Mi 15:15–16:45, SR 4, ab 11.10.17 Prof. Herzer

Blockseminar Adam, Abraham und die anderen. Gestalten des Alten Testaments im Neuen

Im Neuen Testament werden theologische Konzepte nicht nur begrifflich, sondern auch anhand von Figuren aus dem Alten Testament narrativ entworfen. Adam, Noah, Abraham und Sarah und Hagar, Mose, Hiob, der Gottesknecht u.a. dienen in der Jesustradition, in paulinischen und johanneischen Texte sowie im Hebräerbrief dazu, Gedanken des Glaubens farbiger und nachvollziehbarer darzulegen. Im Seminar gehen wir von den neutestamentlichen Texten über alttestamentliche Figuren aus, blicken von dort aber auch ins Alte Testament (bei Interesse ggf. auch kurz in den Koran). Ein exegetisches Blockseminar mit biblisch-theologischem Interesse, das auch Fragen der Hermeneutik aufnimmt.

Blockseminar. Termine:

  • Fr 27.10. 2017, 14.15-17.30, SR 1
  • Fr 01.12.2017, 14.15-17.30, SR 1
  • Sa 02.12.2017, 09.15-14.15, SR 1
  • Fr 12.01.2018, 14.15-17.30, SR 1
  • Sa 13.01.2018, 09.15-14.15, SR 1

Dr. Ulrichs

PS Einführung in die Exegese des Neuen Testaments

Das Proseminar dient der Einführung in die wissenschaftliche Arbeit mit den neutestamentlichen Texten, wobei die exegetischen Methoden exemplarisch an geeigneten Perikopen erklärt und eingeübt werden. Ziel des Proseminars ist der eigenständig exegetische Umgang mit den Texten des Neuen Testaments. Für die erste Sitzung ist eine Übersetzung von Mt 19,16–30 anzufertigen sowie Stichworte von Ihrer Erstbegegnung mit dem Text festzuhalten. Nähere Infos dazu finden Sie im AlmaWeb.

Do 13:00-15:15, SR 1, ab 12.10.17 Nicole Oesterreich

Ü Bibelkunde Neues Testament (Gruppe 1- LA ev. Religion und DKE)

Die Übung widmet sich der Erschließung der neutestamentlichen Schriften, wobei deren Aufbau und Inhalt im Vordergrund stehen werden. Darüber hinaus sollen erste historische und theologische Fragen diskutiert werden.

Mi 15:15–16:45, Camp HS 20, ab 11.10.17 Cornelius Voigt

Rep Examensbegleitung Neues Testament

Die Lehrveranstaltung begleitet Studierende in höheren Semestern bei der Examensvorbereitung im Fach Neues Testament. Sie setzt sich zusammen aus Kolloquien (14tägig) sowie eLearning-Einheiten. Ziel ist es, Studierende inhaltlich und methodologisch bei ihrer eigenständigen Examensvorbereitung zu unterstützen.

Do 13:15–14:45, SR 3, ab 12.10.17 Jan Quenstedt

letzte Änderung: 25.09.2017