Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2017

Übersicht über die Lehrveranstaltungen im Institut für Neues Testament

Zeit Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag
7:30-9:00 V Zentrale Themen des NT V Geschichte des frühen Christentums
9:00-11:00 9-11 Uhr V Paulus S Gesamtentwürfe zum NT V Zentrale Themen des NT
11:00-13:00 V Paulus Ü Bibelkunde NT
13:00-15:00 PS NT (ohne Griechisch) V Geschichte des frühen Christentums S Pastoralbriefe PS Einführung in die Exegese des NT
15:00-17:00 S Prophetie Ü Apokryphen

V Geschichte des frühen Christentums

 Überblicksveranstaltung zur Geschichte des nachösterlichen Christentums 30-150 n. Chr. Ein Schwerpunkt liegt auf der Spannung zwischen Einheit und Vielfalt des Christentums, auf Mehrheitsbildungen und Entstehung von "Kirche" einerseits und Minderherheitsdiskursen andererseits.

Di 13:00-15.00, Mi 7:30-9:00 Uhr Prof. Frenschkowski

V Zentrale Themen des Neuen Testaments

Die Vorlesung vermittelt grundlegende Kenntnisse zur Geschichte und Literatur des Neuen Testaments und seiner Umwelt. Wichtige Sachverhalte neutestamentlicher Theologie werden in Form thematischer Querschnitte entfaltet und in den Kontext antiker Religionsgeschichte gestellt.

Di 7:30-9:00 und Mi 9:00-11.00 Uhr Prof. Herzer

V Paulus und die Ausbildung einer christlichen Identität

"Hier ist nicht Jude noch Grieche, hier ist nicht Sklave noch Freier, hier ist nicht Mann noch Frau" (Gal 3,28). Was tritt aber für Paulus dann an die Stelle solcher Zugehörigkeiten? Worin besteht die Identität christlicher Gemeinden in den religiös und kulturell pluralen Stadtgesellschaften, in denen sich Paulus bewegt? Anders als der zitierte Galatertext vermuten läßt, geht es nicht um bloße Abgrenzungen, sondern um vielfältige Formen der Interaktion. In der Vorlesung sollen wesentliche Punkte paulinischer Theologie in ihrer dialogischen Struktur betrachtet und mit wirkungsgeschichtlichen Aspekten verbunden und zugleich ein Brückenschlag zu gegenwärtigen Fragestellungen versucht werden.

Mo 9:00-11:00 und Di 11:00-13:00 Dr. Hüneburg

S Prophetie im frühen Christentum und seiner Umwelt

Die Facetten der Prophetie sowohl im frühen Christentum selbst wie in seiner Umwelt und auch die christliche Interpretation der atl. Prophetie werden behandelt. In einem Ausblick wird die Geschichte des "prophetischen Charismas" durch die Alte Kirche in den Blick genommen.

Mo 15:00-17.00 Uhr Prof. Frenschkowski

S Gesamtentwürfe zum Neuen Testament: eine vergleichende Lektüre

Es werden mindestens zwei Gesamtdarstellungen zur neutestamentliche Theologie und Religionsgeschichte vergleichend und kritisch gelesen. Eine dieser Darstellungen wird G. Theißen, Die Religion der ersten Christen. Eine Theorie des Urchristentums. (2000) 3. Aufl. Gütersloh 2003 sein; die Entscheidung über weitere zu lesende Entwürfe wird gemeinsam in der ersten Sitzung getroffen. Das Seminar kann auch ohne Griechisch-Kenntnisse besucht werden.

Di 9.00-11.00 Uhr Prof. Frenschkowski

S Die Pastoralbriefe und die Paulustradition

 "Ein Bischof soll ... kein Säufer sein" (1Tim 3,3) - dieser in der drastischen Version Luthers eher witzige, aber offenbar doch ernst gemeinte Rat hinsichtlich der charakterlichen Qualitäten gemeindeleitender Persönlichkeiten hat neben manch anderem zur Bezeichnung "Pastoralbriefe" für jene drei Briefe geführt, die unter dem Namen des Paulus an zwei seiner engsten Mitarbeiter gerichtet sind. Weil sie in der kritischen Forschung zumeist in eine sehr späte Phase der christlichen Literatur verlegt wurden (und werden), waren sie im allgemeinen Bewusstsein theologisch eher uninteressant geworden. Inzwischen erfahren sie eine Art Renaissance: In den letzten Jahren hat sich die Forschung wieder verstärkt mit diesen Briefen beschäftigt und an manchen Stellen ist der Konsens fragwürdig geworden. Anhand einer intensiven kursorischen Lektüre des griechischen Textes sollen im Seminar u.a. folgende Fragen aufgearbeitet und inhaltlich an Text und Tradition der Pastoralbriefe überprüft werden: In welchem Verhältnis stehen diese Briefe tatsächlich zu Paulus? Was können wir über paulinische Theologie und Ekklesiologie aus diesen Briefen lernen? Lässt sich eine Entwicklung von Paulus hin zu den Pastoralbriefen im Sinne einer paulinischen Schulbildung nachzeichnen? In welchem Verhältnis steht diese mutmaßliche Schule zu anderen Strömungen paulinischer Tradition? Dabei werden auch grundsätzliche Fragen zum Thema Pseudepigraphie in der Antike und im Neuen Testament sowie zu Entwicklungstendenzen in der frühchristlichen Theologiegeschichte behandelt.

Mi 13:00-15:00 Uhr Prof. Herzer

Blockseminar "Edler Gast" und sola fide – Martin Luther als Übersetzer,

"Edler Gast" und sola fide – Martin Luther als Übersetzer, Interpret und Prediger des Neuen Testaments

 

2017 ohne Luther – das geht gar nicht! Wir nehmen das Reformationsjubiläum zum Anlass, Luther als Neutestamentler kennenzulernen. Von 1512 bis zu seinem Tod hatte er den Lehrstuhl für Bibelwissenschaft an der jungen Wittenberger Universität inne. Den Römerbrief kommentierte er schon 1515, zweimal (1516, 1531) hat er den Galaterbrief ausgelegt. 1522 erschien seine Übersetzung des Neuen Testaments. Seinen Predigten lagen die Evangelientexte zugrunde, er hielt Reihenpredigten u.a. über die Bergpredigt, das Johannesevangelium, neutestamentliche Briefe (1.Petr liebte er, Jak verwarf er). Auch aktuelle Diskussionen über evangelisches Bibelverständnis kommen an Luther nicht vorbei; die "New Perspective on Paul" hat sich an Luthers Paulusverständnis abgearbeitet. Eingehende Luther-Kenntnisse sind keine Voraussetzung; die erste Sitzung wird hinreichend orientieren. Aber nutzen Sie doch 2017 für die Lektüre eines der zahlreichen neuen Bücher über Luther! Und freuen Sie sich darauf, im Seminar Luther-Texte zu lesen! Die Auswahl unserer Texte und unsere Arbeitsformen werden wir in der Einführungssitzung am 21.4. miteinander besprechen. Gerne können wir einen unserer Seminartage in Wittenberg durchführen, wo der Dozent am Evangelischen Predigerseminar arbeitet und die Teilnehmenden an authentische Luther-Orte führen kann.

2 UE / Einzeltermine 4 UE Fr 14:15–17:30 am 21.04.17; SR 1

4 UE Fr 14:15–17:30 am 12.05.17; SR 1

7 UE Sa 9:15–14:15 am 13.05.17; SR 1

4 UE Fr 14:15–17:30 am 02.06.17; SR 1

7 UE Sa 9:15–14:15 am 03.06.17, SR 1

Dr. Ulrichs

PS Einführung in die Exegese des Neuen Testaments

Das Proseminar dient der Einführung in die wissenschaftliche Arbeit mit den neutestamentlichen Texten, wobei die exegetischen Methoden exemplarisch an geeigneten Perikopen erklärt und eingeübt werden. Ziel des Proseminars ist der eigenständig exegetische Umgang mit den Texten des Neuen Testaments. Für die erste Sitzung ist eine Übersetzung von Mt 19,16–30 anzufertigen sowie Stichworte von Ihrer Erstbegegnung mit dem Text festzuhalten. Nähere Infos dazu finden Sie im AlmaWeb.

Do 13:00-15:15 Nicole Oesterreich

Proseminar Neues Testament (ohne Griechisch)

Das Seminar führt in das exegetische Erarbeiten von neutestamentlichen Texten ein. Anhand ausgewählter Beispieltexte werden die einzelnen Methodenschritte vorgestellt und eingeübt.

Mo 13.00-15.00 Uhr Jan Quenstedt, Cornelius Voigt

Das 1. Treffen am 10.04. findet im HS 001 statt. Gruppe I, SR 2;Gruppe II, SR 1

Ü Bibelkunde Neues Testament

Die Übung widmet sich der Erschließung der neutestamentlichen Schriften, wobei deren Aufbau und Inhalt im Vordergrund stehen werden. Darüber hinaus sollen erste historische und theologische Fragen diskutiert werden.

Do 11.00-13.00 Uhr Paulus Enke

Ü Einführung in die Apokryphen

Diese Übung ist als Fortführung der Übung des WS 2016/17 gedacht, in welcher ein Überblick über wichtige christliche Apokryphen gegeben wurde. Nun sollen 2-3 apokryphe Schriften ausführlich gelesen und tiefgehender besprochen werden. Ein Schwerpunkt wird dabei auf die sog. Pseudoklementinen gelegt werden. Der Besuch der Übung im vergangenen Semester ist erwünscht, aber keinesfalls erforderlich.

Do 15:00-17:00 Uhr Paulus Enke

letzte Änderung: 31.03.2017